Freitag, 17. Oktober 2014

Offenbarung schlägt Adobe






Letzter familiensynodaler Beitrag gegen die Verharmlosung der Sünde (aus dem Heiligen Land)


Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.
Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren. (Lk 15)



Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen. Er wurde mißhandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf. (Jes 53,6-7)


Den Reumütigen aber gewährt er Umkehr
und tröstet die Hoffnungslosen.
Wende dich zum Herrn, laß ab von der Sünde,
bete vor ihm, und beseitige das Ärgernis!
Kehre zu Höchsten zurück,
und wende dich ab vom Bösen,
hasse stets das Schlechte.
(...) Wie groß ist das Erbarmen des Herrn
und seine Nachsicht gegen alle,
die zu ihm umkehren.
(aus der heutigen Lesehore, Jesus Sirach 17)

Donnerstag, 16. Oktober 2014

3. familiensynodaler Beitrag gegen die Verharmlosung der Sünde (aus Paray-le-Monial)

Jesus offenbart Margareta Maria Alacoque Sein göttliches Herz, Basilika Sacre-Coeur, Paray-le-Monial

Mein göttlicher Meister erteilte mir einmal folgende Lehre:

"Wisse", sagte er mir, als ich einen Fehler begangen hatte, "daß ich ein heiliger Herr bin und die Heiligkeit lehre. Ich bin rein und kann nicht den leisesten Makel dulden. Deshalb mußt du in Einfalt des Herzens, in ehrlicher und reiner Absicht in meiner Gegenwart handeln.

Ich kann nicht die geringste Abweichung dulden, und ich werde dich erkennen lassen, daß ich, nachdem dass Übermaß meiner Liebe mich angetrieben hat, mich zu deinem Meister zu machen, um dich nach meiner Art und meinen Plänen zu unterweisen und zu bilden, die lauen und feigen Seelen nicht ertragen kann, und wenn ich sanft bin im Ertragen deiner Schwachheiten, ich nicht weniger streng und genau sein werde im Tadeln und Bestrafen deiner Untreuen."

(M. Breig, Hrsg., Leben und Werke der hl. Margareta Maria Alacoque, I. Selbstbiographie, 54)

2. familiensynodaler Beitrag gegen die Verharmlosung der Sünde (aus Fatima)






Mittwoch, 15. Oktober 2014

Am Taufbrunnen der hl. Theresia von Avila (inkl. Redebeitrag zur Familiensynode gegen die Verharmlosung der Sünde)



Avila, Spanien

Theresia von Jesus, Karmelitin, Ordensreformatorin und Kirchenlehrerin. Theresia wird nicht nur deshalb, „die Große“ genannt, um sie von der „kleinen Therèse“, also von „Theresia vom Kinde Jesu“ zu unterscheiden. Ihr Leben bezeugt das große Gnadenwirken Gottes.
Teresa de Cepeda y Ahumada wurde als jüngstes von 11 Geschwistern am 28. März 1515 zu Avila in Spanien geboren. Sie trat als 20-jährige am 2. November 1535 in das Karmelitinnenkloster der Menschwerdung in Avila ein. Die Observanz war oberflächlich, ja verkommen. Nach einem Jahr brach Theresia zusammen, lag einige Tage im Koma, so dass man sie für tot hielt. Man hatte ihre Augen bereits mit Wachs verschlossen und hätte sie beinahe lebendig begraben. Danach hatte Theresia erste mystische Visionen. 1539 kam es nach einer Begegnung mit dem leidenden Christus zur – wie sie es nannte – „endgültigen Bekehrung“. In ihrem Kloster und von der Ordensleitung wurde sie deshalb oft nicht ernst genommen, ja bekämpft. 1560 erlebte sie Visionen der Hölle, die ihren Wunsch nach Vollkommenheit noch verstärkten. Unter größten Schwierigkeiten und Anfeindungen ihrer Ordensschwestern setzte sie die Reform des Karmeliterordens durch: 1562 erfolgte mit Genehmigung des Papstes und des Ortsbischofs die Gründung eines Reformklosters in Avila. Die „Unbeschuhten Karmelitinnen“ mit strengster Klosterzucht waren geboren. Zusammen mit Johannes vom Kreuz gründete sie ab 1568 insgesamt 32 solche Reformklöster für Frauen und für Männer. Neuer Widerstand verhinderte die Weiterführung der Reform, bis der Papst 1580 die Unbeschuhten zu einem eigenen Orden erhob.
Theresia starb am 4. Oktober 1582 zu Alba de Tormes. Die spanischen Stände erklärten sie 1617 zur Patronin Spaniens. In ihrem Buch „Die Seelenburg“ beschreibt Theresia die Vereinigung der Seele mit Gott. Durch die Lektüre dieses Buches hat sich Edith Stein, die spätere Märtyrin und Patronin Europas, bekehrt. Theresia von Avila wird dargestellt als Karmelitin, wie ein Engel ihr Herz durchbohrt.
(Martyrologium Sancrucense)

Pfarrkirche zum hl. Johannes d. Täufer und Taufkirche d. hl. Theresia





Die Kirche San Juan wurde im 15. Jahrhundert an Stelle einer alten romanischen Kirche errichtet. Hier an diesem Taufbecken empfing die hl. Theresia am 4. April 1515 das Sakrament der Taufe.

Danke, Hochwürden, dass Sie das Gitter öffnen!




Ich weiß von einer Person, der unser Herr zeigen wollte, was aus einer Seele wurde, sobald sie in eine Todsünde fiel.
Diese Person sagt, wenn man das begriffen hätte, wäre ihrer Meinung nach kein Mensch mehr fähig zu sündigen, auch wenn er sich den denkbar größten Schwierigkeiten aussetzen müsste, um den Gelegenheiten zu fliehen. Daher überkam sie der starke Wunsch, dass doch alle das begreifen möchten, möge er auch euch überkommen, Töchter, dass ihr viel für diejenigen zu Gott betet, die in diesem Zustand sind, ganz und gar zur Dunkelheit geworden, so wie dann auch ihre Werke sind.

Denn so wie bei einer ganz klaren Quelle auch alle Rinnsale, die aus ihr entspringen, klar sind - wie das für eine Seele im Zustand der Gnade zutrifft, der es von daher zukommt, dass ihre Werke in den Augen Gottes und der Menschen wohlgefällig sind, weil sie aus jenem Lebensquell hervorgehen, an dem die Seele wie ein Baum gepflanzt ist, der keine Lebenskraft und Frucht hätte, wenn sie ihm nicht von daher zukäme, da dieses ihn erhält und bewirkt, dass er nicht vertrocknet, sondern gute Früchte hervorbringt -, so ist es auch bei einer Seele, die sich durch eigene Schuld von dieser Quelle entfernt und sich an eine andere mit pechschwarzem Wasser von widerlichem Gestank verpflanzt hat, alles, was aus ihr hervorströmt, lauter Unheil und Schmutz.

(Theresia von Avila, Erste Wohnungen der Inneren Burg, 2,2, Herder, 89)










Donnerstag, 9. Oktober 2014

Dionysius von Paris




Dionysius, Bischof von Paris und Märtyrer. Dionysius war nach dem Bericht des Gregor von Tours um die Mitte des 3. Jahrhunderts zu Papst Fabian nach Gallien gesandt worden, um hier das Evangelium zu verkündigen. In Paris erlitt Dionysius mit seinen Gefährten Rustikus und Eleutherius den Martertod. Er wurde sechs Kilometer entfernt von der Stadt begraben.

Um 624 wurde bei seinem Grab die Abtei Saint Denis gegründet. Im Mittelalter hielt man seit Abt Hilduin von Saint Denis, also seit etwa 835, den Pariser Märtyrer und den Schriftsteller Dionysius Areopagita für die gleiche Person. Die Schriften des Dionysius Areopagita wurden nun dem Pariser Märtyrer zugeschrieben. Paris hatte somit einen gelehrten und prominenten Stadtpatron, der sich noch dazu direkt auf apostolische Autorität berufen konnte, da man ja Dionysius Areopagita mit dem Dionysius gleichsetzte, der Paulus vom Areopag weg gefolgt war.

Der Märtyrer Dionysius ist einer der vierzehn Nothelfer, er war fränkischer Reichspatron. Dionysius wird in bischöflichen Gewändern dargestellt, wie er sein abgeschlagenes Haupt vor sich herträgt.

(Anm.: Vor der Liturgiereform war der 10. März sein Gedenktag.)

(Martyrologium Sancrucense)

Märtyrium von Dionysius u. Gefährten, alle Bilder aus der Krypta von St. Denis, Paris






Die Legende erzählt, dass Dionysius, der Apostelschüler, nach Jerusalem gepilgert ist, um Maria, die Mutter Jesu, zu sehen. Er war von ihrer Schönheit ganz hingerissen. Nach dem Tod der Apostelfürsten Petrus und Paulus kam er nach Rom und wurde vom Papst als Missionar nach Gallien geschickt. In Paris bekehrte er viele zum Glauben an Christus. Wenn Feinde ihn vernichten wollten, legten sie ihre Waffen nieder, weil sie von seinem Anblick so fasziniert waren. Der Teufel war neidisch auf ihn und verklagte ihn vor dem römischen Präfekten, der ihn gefangen nehmen und schließlich enthaupten ließ. "Dionysius aber erhob sich alsbald, nahm sein Haupt in die Hände und trug es, von einem Engel geführt und von himmlischem Licht umgeben, zwei Meilen hinweg von dem Ort, der Mons Martyrium genannt ist, zu der Stätte, wo er nach seiner Wahl und Gottes Willen ruhen wollte. Katulla, eine fromme Matrone, die der Heilige bekehrt hatte, eilte ihm entgegen, nahm das Haupt und bestattete dasselbe nebst den Leichnam des Heiligen ehrenvoll." (Quelle)

Heiliger Dionysius, bitte für alle Christen,
die um ihres Glaubens willen ihr Leben hingeben,
 und bitte für uns,
dass unser Glaube durch das Glaubenszeugnis der Märtyrer erstarke.