Mittwoch, 23. April 2014

Der Stephansdom mit Weitwinkelobjektiv


Im Jahr 1137 wurde von Bischof Regimar aus Passau eine Pfarre in Wien errichtet. Bischof Reginbert weihte im Jahr 1147 eine romanische Kirche zu Ehren des heiligen Erzmärtyrers Stephanus, der auch Patron des Passauer Domes ist.
Die Kirche, die durch einen Brand im Jahr 1267 arg mitgenommen war, wurde wieder aufgebaut,
größer und herrlicher als zuvor. (Anm.: Am 23. April 1340 wurde der vollendete Chor durch den Passauer Bischof Albert, zu dessen Diözesangebiet Wien damals noch gehörte, feierlich eingeweiht.) Doch Rudolf IV., Erzherzog von Österreich, führte einen ganz neuen Bau im gotischen Stil auf. Deshalb hat man Rudolf IV. auch den Beinamen „der Stifter“ gegeben. Dieses Heiligtum wurde von Paul II. im Jahr 1469 zur Würde einer Kathedralkirche und von Innozenz XIII. zum Sitz eines Erzbischofs erhoben. Am 11. April 1945 wurde der Stephansdom durch Kriegswirren und einen Feuersturm schwer beschädigt, sodass er zum Teil einstürzte. Nach dem Wiederaufbau unter Kardinal Theodor Innitzer konnte das Wahrzeichen Wiens am 19. Dezember 1948 – mit Ausnahme des Albertinischen Chores – wieder für den Gottesdienst eingeweiht werden. Der gesamte Dom wurde schließlich am 23. April 1952 wieder in Verwendung genommen.

(Martyrologium Sancrucense)



Riesentor (Hauptportal zw. 1230 u. 1250 entstanden)

Das Tympanon zeigt Christus als Herrscher der Welt


Mittelschiff mit  Licht- und Fadentuchinstallationen 

rechts: Altar mit dem Gnadenbild Maria Pocs

Frauenschiff mit dem Wiener Neustädter Altar

Wiener Neustädter Altar in der Osteroktav


Elisabeth, die Frau des Zacharias


Barocker Hochaltar mit der Steinigung des Stephanus, darüber im rechteckigen Bild
Maria als Königin der Apostel und d. Heiligen, Altarkrönung durch Statue der Immakulata





Marmorgrabmal v. Kaiser Friedrich III.









Dienstbotenmadonna im rechten Seitenschiff (Apostelschiff)

Katharinen- oder Taufkapelle mit Taufstein aus dem 15. Jhdt.



O Padre, prega per noi

Domkanzel, vlnr: Augustinus u. Gregor (nicht sichtbar), Hieronymus, Ambrosius

rechts unten: der "Fenstergucker", Portrait des unbekannten Meisters d. Domkanzel


Maria Pocs Gnadenbild,  Bild von Johannes Paul II., Stephansdom

Eligiuskapelle, Anbetung des Eucharistischen Herrn

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Georg der Drachentöter

Georg, Märtyrer unter Diokletian. Der hl. Georg war Soldat des römischen Heeres zur Zeit
Kaiser Diokletians. Er wurde in Nikomedien oder in Lydda wohl um 304 enthauptet. In der
Ostkirche wird er als „Großmärtyrer“ verehrt.
Schon früh rankten sich Legenden um seine Persönlichkeit, die wir daher nicht mehr recht fassen können. Georg wird dargestellt als Ritter mit Pferd, wie er mit der Lanze einen Drachen durchbohrt. Er wird zu den vierzehn Nothelfern gezählt.
(Martyrologium Sancrucense)


Georg, Stephansdom

Montag, 21. April 2014

Bruder Konrad von Parzham

Konrad von Parzham, Kapuzinerbruder. Konrad Birndorfer wurde 1818 in Parzham geboren und trat 1849 in den Kapuzinerorden ein. Bruder Konrad war 41 Jahre lang Pförtner im Kloster zu Altötting. In Liebe und Hilfsbereitschaft hat er sich um Arme und Wallfahrer bemüht und war von tiefer Frömmigkeit und bescheidener Geduld. Bruder Konrad starb am 21. April 1894 zu Altötting. Konrads Grab in der Klosterkirche wird hoch verehrt. Bruder Konrad wird im Kapuzinerhabit mit Kreuz in der Hand dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)

Alle seine Briefe beginnen mit den Worten: Gelobt sei Jesus und Maria! Beinahe in jedem seiner Briefe steht der Satz: Ich empfehle dich (euch) in die heiligen Herzen Jesu und Mariä!
Wiederholt mahnt er seine Geschwister, den Marienaltar daheim, vor dem er früher Maiandacht gehalten, mit Blumen zu schmücken und täglich die Maienkönigin zu verehren.
Kamen seine Landsleute nach Altötting, bat er sie: "Geht für mich zur lieben Gottesmutter nach Kronberg!" Er unterließ es nicht, oft auf Maria hinzuweisen, sie über alles zu ehren und fleißíg den Rosenkranz zu beten. (...)
Das "Rosenkränzlein der Unbefleckten Empfängnis" betete er mit großem Eifer und hielt die kleine Perlenschnur stets um den Mittelfinger der linken Hand geschlungen. Dieser sein Mittelfinger blieb auch vor Verwesung bewahrt.
(aus: Gaudentius Walser, Der heilige Bruder Konrad 1818-1894, 120) 

Klosterkirche St. Konrad, Altötting